Die indische Küche – voller Aromen und gesunder Inspiration

Die indische Küche inspiriert mich. Sie ist voller Aromen, abwechslungsreicher Kräuter und Gewürze und für jede Ernährungsform geeignet. Ich bin der Meinung, dass wir aus dieser Küche viel lernen und eine gesunde Ernährung erreichen können. Auch wenn viele Gerichte mit deutlich mehr Öl, Ghee oder Butter zubereitet werden, liegt Indien im weltweiten Übergewichts-Ranking auf Platz 180. Das zunehmende Übergewicht in Indien ist eher auf das wachsende Angebot von Fast Food zurückzuführen – ein Problem, das bereits in vielen Ländern besteht. An der traditionellen, heimischen Küche liegt es daher weniger.

Da ich auf eine geringere Fettzufuhr achte, passe ich die Rezepte entsprechend an und reduziere die Ölmenge. Mit Koriander habe ich allerdings etwas Pech – er schmeckt mir einfach nicht. Seifig finde ich den Geschmack nicht unbedingt, eher bitter, und zu viel Bitterkeit kann ich gar nicht leiden. Wie ist es bei Dir? Magst Du Koriander?

In Rezepten ersetze ich ihn entweder durch glatte Petersilie oder lasse ihn ganz weg. Koriandersaat hingegen röste ich gerne mit an – sie ist für mich gut bekömmlich, so wie auch in diesem Currydip. Ursprünglich wollte ich eine Sauce von YouTube nachkochen, aber die Grundbasis war extrem bitter und einfach ungenießbar. Also habe ich kurzerhand meinen eigenen Dip kreiert. Manche Rezepte passen eben nicht zu jedem Geschmack – das findest Du nur durch Ausprobieren heraus.

Die Linsentaler in meinem Rezept waren ebenfalls eine Inspiration von YouTube. In Indien gibt es eine viel größere Auswahl an Linsen, sodass ich hier kreativ mit unseren heimischen Zutaten werden musste. Wie Du siehst, hat das aber wunderbar funktioniert, und ich bin mehr als zufrieden.

Besonders gut gefällt mir – neben dem herrlichen Geschmack –, dass ich alle nötigen Zutaten immer zu Hause habe und dass es sich um ein rein veganes Rezept handelt, ganz ohne hochverarbeitete Ersatzprodukte. Das Kichererbsenmehl habe ich einfach im Supermarkt bekommen, und insgesamt ist dieses Gericht nicht nur preiswert, sondern liefert auch alle wichtigen Nährstoffe, die wir für eine vollwertige Mahlzeit brauchen.

Informationen

Vorbereitungszeit

5 Minuten

Kochzeit

30 Minuten

Gesamtzeit

35 Minuten

Portionen

1

Kalorien

802 p. Portion

Küche

indisch, orientalisch

Rezept

Zutaten

Die Liste mit Zutaten für dieses Rezept.

  • 100 g rote Linsen
  • 2 TL Öl 
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehen 
  • 1 TL Curry Madras
  • 60 g Kichererbsenmehl
  • 1 TL Schnittlauch 
  • 1 TL Petersilie 
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ¼ TL Zimt 
  • ¼ TL Koriandersaat
  • ¼ TL Kreuzkümmel 
  • ¼ TL Ingwerpulver
  • 2 Lorbeerblätter 
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 230 g passierte Tomaten
  • ½ TL Kurkuma 
  • 1 TL Garam Masala
  • ¼ TL Kreuzkümmel 
  • ¼ TL Chilipulver
  • Salz

Geräte

Eine Liste mit benötigten Küchengeräten.

  • Küchenwaage
  • Kochfeld
  • Kleiner Topf
  • Küchensieb 
  • Schüssel 
  • 2 Pfannen
  • Pfannenwender
  • Kochlöffel
  • Pürierstab
  • Schneidbrett 
  • Scharfes Messer

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Wasche als Erstes die Linsen gut unter fließenden Wasser ab. Fülle sie danach mit ausreichend Wasser in den Topf und koche die Linsen ca. 10 Minuten, bis sie weich sind.
  2. In der Zwischenzeit spülst Du die Frühlingszwiebeln ab, schälst die Zwiebel, Schalotten, Knoblauchzehen und schneidest alles in Scheiben.
  3. Schütte die Linsen ab und lasse sie etwas abtropfen.
  4. Erhitze eine Pfanne auf mittlerer Stufe mit einem Teelöffel Öl und dünste darin kurz Koriandersaat, ¼ TL Kreuzkümmel, Zimt, Ingwer und Lorbeerblätter, damit sich deren Aromen entfalten.
  5. Füge danach nur die Zwiebelringe dazu, verrühre alles miteinander und lass das Ganze ein paar Minuten dünsten.
  6. Währenddessen kannst Du mit den Linsentalern weiter machen. Dafür fügst Du den Großteil in eine Schüssel und gibst die Schalotten und 2 geschnittene Knoblauchzehen hinzu. 
  7. Füge noch das Curry Madras hinzu und püriere das Ganze zu einer sämigen Creme. Anschließend gibst Du die Zwiebelringe, Schnittlauch, Petersilie, etwas Salz und das Kichererbsenmehl hinzu und verknetest alles gut miteinander.
    Tipp: wenn die Masse noch etwas zu locker ist und sich nicht Formen lässt, gib noch etwas Kichererbsenmehl für die Bindung dazu.
  8. Erhitze nun auch die zweite Pfanne mit dem restlichen Öl auf mittlerer Stufe, forme aus dem Püree Taler und lege diese in die heiße Pfanne.
    Tipp: mit angefeuchteten Händen klappt das Formen etwas besser.
  9. Gib die letzte Knoblauchzehe in die Pfanne mit der Zwiebel und röstest diese noch kurz mit an. 
  10. Fülle die Zwiebelmasse in die Schüssel und erhitze schon mal die passierten Tomaten in der gleichen Pfanne. Danach pürierst Du die Zwiebelmasse und gibst das Zwiebelpüree zu den passierten Tomaten. 
  11. Die Tomaten würzt Du jetzt mit den restlichen Gewürzen und lässt das Ganze weiter köcheln, damit sich das Curry reduziert.
  12. Wende die Linsentaler rechtzeitig, bevor sie zu dunkel werden. Schalte den Herd sonst auch eine Stufe runter.
  13. Nach etwa 15 Minuten ist das Curry reduziert und jetzt kannst Du es mit Salz noch abschmecken.
    Achtung: Salzt Du vor der Reduktion, könnte es zu salzig werden. Daher besser zum Schluss abschmecken.
  14. Die Linsentaler sollten etwa zur gleichen Zeit wie der Currydip fertig sein. Serviere beides in einer Schale und genieße eine protein- und ballaststoffreiche Mahlzeit.
 

Info

Die Taler lassen sich einfrieren oder einkochen. Einkochen bei 100° C für 120 Minuten.

Tipp

Statt Schnittlauch und Petersilie funktioniert auch Koriander, wenn Du ihn magst. Mir schmeckt dieser leider nur als Saat.

Da geht noch was...

Die Linsentaler lassen sich auch gut frittieren. Dafür nimmst Du eine tiefe Pfanne, z.B. eine Wokpfanne, und füllst diese mit genügend Öl auf. Bei 160° bis 170° C wird das Ergebnis am besten. Die Kochzeit reduziert sich dann aber auch etwas, also bleib dabei und kontrolliere die Farbintensität. Zu dunkel schmeckt meist bitter.

Da ich mit weniger Öl arbeite, habe ich meine Taler während der Reduktion des Currys für 15 Minuten bei 150° in der Heißluftfritteuse gebacken. Durch das Anbraten in Öl gibt es eine schöne Farbe, durch das nachträgliche Backen werden sie dann noch schön kross. Perfekt für alle, die mit weniger Fett arbeiten.

Nährwertangaben

Info: Denke daran, dass wenn Du Zutaten änderst, sich auch die Nährwerte ändern.
 GesamtmengeMenge je Portion
kcal 801,6 801,6
Fett 16,5 16,5
Kohlenhydrate 106,3 106,3
Eiweiß 45,9 45,9

Curry

Woher stammt eigentlich Curry und was bedeutet Curry? Wie Du wahrscheinlich schon weißt, hat Curry einen indischen Ursprung. Der Name “Curry” allerdings wurde in England vergeben und vom indischen Wort “Kari” abgeleitet. Kari steht für Suppen und Eintöpfe mit Fisch, Fleisch oder Gemüse und mit vielen verschiedenen Gewürzen. Allerdings nicht mit den typischen Curry Gewürzen, die wir hierzulande verwenden. In Indien gibt es Currypulver in der Form nämlich nicht. Curry ist auch nicht nur ein Gewürz, sondern besteht mindestens aus 4 bis hin zu 36 einzelnen Gewürzen. Zu den bekanntesten Gewürzen zählen Kumin, Kurkuma, Zimt, Paprika, Ingwer, schwarzer Pfeffer und noch einige andere.

Ein Bild von Curry Gewürz

Da keine feste Gewürzmischung für Curry existiert, hat in Indien jede Familie Ihre eigene Rezeptur. Wundere dich also nicht, wenn Du auf Wochenmärkten oder im Gewürzhandel auf verschiedenste Curry Gewürze wie mild, scharf, sehr scharf, grünes, rotes, gelbes usw. stößt. Hier hilft am besten ein Blick auf die Zutatenliste, ob es dir schmecken könnte und natürlich das Ausprobieren.