Von Asien bis zur Currywurst

Ich liebe Currys – egal ob als vegane, vegetarische oder Low Carb-Mahlzeit oder als Dip zu einem Gericht. Jedes Land, jede Region, teils sogar jede Familie verwendet unterschiedliche Gewürze und Zutaten – deshalb gibt es so viele Variationen, dass man sie wahrscheinlich nie alle nachkochen kann. Wahrscheinlich ist es einfacher, im Lotto zu gewinnen, als jede Curry-Kombi einmal probiert zu haben.

Indien und Thailand haben sicher die größte Auswahl, aber weltweit erfreuen sich Menschen an Currys. Selbst eines unserer Nationalgerichte – die Currywurst – kommt nicht ohne eine gute Currymischung aus.

Es gibt unzählige fertige Mischungen zu kaufen, und jede schmeckt anders. Du kannst Dir aber auch Deine eigene Würzmischung zusammenstellen. Curry besteht aus vielen einzelnen Gewürzen und Kräutern, die Du getrocknet kaufen und nach Deinem Geschmack kombinieren kannst. Ein kleiner Tipp: Wiege die Zutaten ab und notiere sie Dir – so bekommst Du immer die gleiche Mischung. So machen es auch die Hersteller, um einen gleichbleibenden Geschmack zu garantieren. Deshalb kaufe ich meistens bei denselben Anbietern. Und trotzdem kannst Du immer neue Nuancen entdecken, wenn Du zusätzlich Kräuter oder Gewürze ins fertige Gericht gibst – so wie ich es auch in diesem Rezept mache.

Mit fettreduzierter Kokosmilch wird das Ganze etwas kalorienärmer. Natürlich kannst Du auch die klassische Variante verwenden – vergiss nur nicht, die Kalorien mitzuberechnen. Dank Kokosmilch ist das Gericht laktosefrei und ganz ohne Milchprodukte – und mit meiner Anleitung auch für Anfänger gut geeignet.

Als Beilage verwende ich meist Reis. Aber auch Nudeln wären mal einen Versuch wert – schließlich sind Nudeln in Sahnesauce auch ein Klassiker, etwa als Schinkennudeln. Ich mag sie total gern mit Ananas – warum also nicht mal mit Mango und Kokosmilch? Als Gemüsebeilage passen gebratene Zuckerschoten richtig gut. Oder etwas deutscher: gebratener grüner Spargel.

Wie würdest Du Dein fruchtiges Hähnchen-Curry mit Mango servieren? Welches Gemüse darf bei Dir nicht fehlen – oder lässt Du es lieber ganz weg?

Informationen

Vorbereitungszeit

5 Minuten

Kochzeit

30 Minuten

Gesamtzeit

35 Minuten

Portionen

2

Kalorien

545 p. Portion

Küche

indisch, asiatisch, thailändisch

Rezept

Zutaten

  • 20 g Pflanzenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Mango (geschält und entkernt, ca. 200 g)
  • 400 g Hähnchenbrust
  • 1 EL Korianderblätter, trocken oder frisch
  • Prise Kümmelsaat
  • Prise Kala Namak Salz
  • 10 g gelbe Currypaste
  • 2 TL (Mango-) Currygewürz
  • 400 ml Wasser
  • 200 g Kokosmilch, fettreduziert

Geräte

  • Herdplatte
  • Pfanne
  • Pfannenwender
  • Küchenwaage
  • Schneidbrett
  • Scharfes Messer
  • Kleine Schüssel
  • Messbecher

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Erhitze die Hälfte des Öls bei mittlerer Hitze in der Pfanne.
  2. Schäle währenddessen die Zwiebeln und schneide sie in feine Würfel. Dünste die Zwiebeln in der Pfanne an.
  3. Schäle die Knoblauchzehen und hacke sie fein. Gib sie zu den Zwiebeln und lasse sie kurz anrösten. Achtung: Wird der Knoblauch zu lange oder zu heiß angebraten, wird er bitter. Sobald er leicht braun wird, ist er perfekt. Fülle die Zwiebel-Knoblauch-Mischung anschließend in eine Schüssel um.
  4. Wasche die Mango und schneide sie der Länge nach einmal rund um den Kern. Schäle die Mango und löse das Fruchtfleisch in Scheiben vom Kern. Schneide alles in mundgerechte Stücke.
  5. Tupfe die Hähnchenbrüste ab, entferne Silberhaut und überschüssiges Fett und würfle sie.
  6. Dünste Mango- und Hähnchenwürfel in der Pfanne an. Gib Koriander, Kala Namak, Kümmel, Currygewürz und Currypaste dazu und röste alles kurz mit an.
  7. Gib die Zwiebel-Knoblauch-Mischung zurück in die Pfanne und vermenge alles gut.
  8. Gieße Wasser und Kokosmilch hinzu und erhöhe die Hitze. Lasse die Flüssigkeit einkochen, bis die Sauce cremig ist. Rühre regelmäßig um.
  9. Serviere das Curry mit Basmati- oder Jasminreis.

Info

Dieses Rezept bei 100 °C und 120 Minuten einkochbar. Siehe Hinweis unter Achtung!

Achtung

Nur einkochbar mit fettreduzierter Bio-Kokosmilch (z. B. Bamboo) oder normaler Kokosmilch ohne Zusätze!

Da geht noch was...

Experimentiere mit anderen tropischen Früchten wie Ananas oder Papaya, die Du anstelle oder zusätzlich zur Mango verwenden kannst. Frische Kräuter wie Koriander und Minze verleihen dem Curry eine aromatische Note. Für den besonderen Crunch röste gehackte Cashewkerne oder Mandeln. Extra-Kick gefällig? Dann gib gehackte frische Chilis oder rote Currypaste hinzu.

Nährwertangaben

Info: Änderungen der Zutaten beeinflussen die Nährwerte.
 GesamtmengeMenge je Portion
kcal 1088,6 544,3
Fett 51,2 25,6
Kohlenhydrate 53,4 26,7
Eiweiß 99,7 49,9

Mango

Der Mangobaum stammt ursprünglich aus Indien und Myanmar und gedeiht am besten in tropischem Klima. Heute wächst er auch in Südamerika, der Karibik und sogar im Süden Spaniens. Dadurch müssten Mangos theoretisch nicht mehr aus Übersee importiert werden – trotzdem liegen bei uns oft Früchte aus Brasilien oder Peru im Supermarktregal.

Ein Bild von einer Mango

Mangos sind reich an Vitamin C und Provitamin A, das unser Körper in Vitamin A umwandelt. Da Provitamin A fettlöslich ist, empfiehlt es sich, Mangos mit etwas Fett zu kombinieren – zum Beispiel im Salat mit Dressing oder in einem milden Curry. Mit ihrem süßen Aroma und ihrer Vielseitigkeit – ob pur, im Dessert oder in herzhaften Gerichten – haben sie sich in Küchen auf der ganzen Welt einen festen Platz erobert.