Ein weltweiter Genuss

Nach meinem kläglichen Versuch im letzten Jahr, Tomatenketchup selbst herzustellen, fand ich in einem meiner Kochhefte ein schönes Rezept für Kürbis Ketchup mit Curry. Die Kürbissorte spielte keine Rolle, aber der Zuckeranteil neben dem Orangensaft hat mich doch etwas erschrocken. Ich merke beim Durchstöbern meiner Kochbücher und -hefte immer wieder, wie hoch der Zuckeranteil ist. Und dabei ist es egal, ob Back- oder Kochrezepte. Für mich war im Vorfeld klar, dass ich viel weniger Zucker benötige und dass ich mit etwas mehr Orangensaft und dessen Fruchtzucker nochmal den Haushaltszucker reduzieren kann. Der Orangensaft bietet zudem zusätzlichen Geschmack, da kann reiner Zucker nicht mithalten. Und siehe da, durch diese beiden Veränderungen reduzierte ich den Haushaltszucker um ⅔ und spare trotz mehr enthaltenen Orangensaft knapp 20 kcal pro Portion bzw. um 5 g Zucker. Hört sich erstmal recht wenig an. Die neuesten Ernährungserkenntnisse halten 20 g Zucker pro Tag für gesund. Alles darüber hinaus kann Diabetes, Adipositas oder andere Erkrankungen begünstigen. Und da der ganze Tag zählt, möchte ich dann nicht mit einer einzigen Portion bereits mein Tagesziel decken. 

Ketchup fand seinen Ursprung nicht wie angenommen in Amerika, sondern in China. Dort nannte man eine Sauce aus fermentierten Fischen oder Garnelen bereits vor dem 17. Jahrhundert kê-tsiap. Seefahrer brachten diese nach Europa, die erst dort weiterentwickelt wurde und nach der Entdeckung von Amerika auch dort Fuß fasste. Erst in Amerika wurde der Ketchup aus Tomaten hergestellt. Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, soll angeblich den Ketchup in den USA richtig populär gemacht haben. Und noch heute wird Ketchup in Europa und Amerika gerne gegessen. In Deutschland liegt der pro Kopf Anteil im Jahr bei 1 bis 2 Kilogramm, in den USA sogar bei 3 bis 4 Kilogramm. Kein Wunder also, dass die meisten immer eine Flasche zu Hause haben.

Am besten schmeckt Ketchup zu Pommes, Burgern oder Grillgerichten. In manchen Gerichten verfeinert es auch die Sauce. Und auch meinen Hokkaido-Ketchup mit Curry kannst Du genauso dafür einsetzen. Ich habe ihn schon mit Pommes und auf Sandwich genossen. Käse, Ei aber auch frittiertes Gemüse passen so gut mit den Aromen des Ketchups zusammen.

Was würdest Du zu diesem Ketchup anbieten? Schreib es mir gerne, dann kann ich Deinen Vorschlag auch mal nachkochen oder ein Rezept entwerfen.

Informationen

Vorbereitungszeit

15 Minuten

Kochzeit

45 Minuten

Gesamtzeit

60 Minuten

Portionen

8

Kalorien

61 p. Portion

Küche

Deutsch, Amerikanisch, Asiatisch

Rezept

Zutaten

Die Liste mit Zutaten für dieses Rezept.

  • 350 g Hokkaido Fruchtfleisch 
  • 300 g Orangensaft
  • 25 g Apfelessig 
  • 25 g Zucker
  • 2 g Harissapaste
  • 1 g Curry Madras
  • Messerspitze Zimt
  • Salz

Geräte

Eine Liste mit benötigten Küchengeräten.

  • Kochfeld
  • großer Topf
  • Pürierstab
  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • 4 Gläser á 80 ml

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Wasche als Erstes den Kürbis, da auch die Schale mit verarbeitet wird. Halbiere ihn und entferne die Kerne und das faserige Innere.
  2. Schneide den Kürbis in Würfel und erhalte etwa 350 g Fruchtfleisch daraus. Gib die Würfel anschließend in den großen Topf, gieße den Orangensaft mit hinzu und erhitze das Ganze bei mittlerer Hitze für 30 Minuten. Es darf leicht köcheln.
    Tipp: Wenn Du keinen Deckel aufsetzt, reduziert sich der Orangensaft und der Kürbis nimmt den Fruchtzucker auf. Dann brauchst Du viel weniger Zucker zufügen.
  3. Nach der Kochzeit pürierst Du den Kürbis gut durch, bis keine Stücke mehr übrig sind.
  4. Erhitze den Topf wieder auf mittlerer Hitze und füge nun Apfelessig, Harissapaste, Curry Madras, Zimt und eine Prise Salz hinzu und lass den Ketchup nochmal für 15 Minuten aufkochen.
    Tipp:  Wenn Du den Hokkaido-Gewürzketchup einkochen willst, ist das erneute Aufkochen nach dem Pürieren äußerst wichtig, damit jegliche Luft herauskommt.
  5. Den noch heißen Ketchup in die Gläser füllen und mit den Deckeln verschließen und abkühlen lassen.
 

Info

Der Hokkaido-Gewürzketchup ist einkochbar, wenn im Curry nur einkochfähige Zutaten enthalten sind. 100 °C für 120 Minuten im Wasserbad ist korrekt.

Da geht noch was...

Statt Zucker verwende ich 40 g Erythrit. Die leichte Schärfe des Erythrit schmeckt man bei der Menge und mit den anderen Zutaten nicht raus. Dadurch verändert sich der Kalorienanteil pro Portion um 12 Kcal, also auf 48 kcal. Der Zucker reduziert sich auf unter 10 g. Du kannst natürlich auch jeden anderen Zuckerersatzstoff verwenden. Manche haben jedoch auch Kalorien wie z.B. Birkenzucker oder Kokosblütenzucker. Da musst Du die Kalorien selbst dazurechnen.

Nährwertangaben

Info: Denke daran, dass wenn Du Zutaten änderst, sich auch die Nährwerte ändern.
 GesamtmengeMenge je Portion
kcal 484,5 60,6
Fett 2,6 0,3
Kohlenhydrate 104,0 8,4
Eiweiß 8,4 1,0

Hokkaido-Kürbisse

Hokkaido-Kürbisse, auch bekannt als Red Kuri oder Uchiki Kuri, sind eine beliebte Sorte von Winterkürbissen, die für ihre süße, nussige Geschmacksnote geschätzt werden. Sie können auf verschiedene Arten zubereitet werden, einschließlich Kochen, Backen, Dämpfen und Rösten. Die Schale der Hokkaido-Kürbisse ist essbar, was die Zubereitung erleichtert, da sie nicht geschält werden muss. Beim Kochen oder Backen wird das Fruchtfleisch des Kürbisses weich und zart, was ihn ideal für die Zubereitung von Suppen, Eintöpfen, Pürees, Kuchen und Brot macht.

Ein Bild von Hokkaido-Kürbisse

Hokkaido-Kürbisse eignen sich hervorragend als Zutat für verschiedene Gerichte, darunter Suppen, Currys, Risottos, Salate und sogar Desserts. Ihr süßer und nussiger Geschmack verleiht den Gerichten eine angenehme Note und passt gut zu einer Vielzahl von Gewürzen und Aromen. Sie können auch zu Smoothies, Müslis und Backwaren hinzugefügt werden, um zusätzliche Nährstoffe und Geschmack zu liefern.

In Bezug auf Nährwerte sind Hokkaido-Kürbisse reich an wichtigen Nährstoffen wie Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sind eine gute Quelle für Vitamin A, Vitamin C, Kalium, Eisen und Beta-Carotin. Da sie wenig Kalorien enthalten und reich an Ballaststoffen sind, können sie dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu fördern und die Verdauung zu unterstützen. Eine Tasse gekochter Hokkaido-Kürbis enthält etwa 83 Kalorien, 1,8 Gramm Eiweiß, 0,6 Gramm Fett, 20 Gramm Kohlenhydrate und 2,7 Gramm Ballaststoffe.

Bei der Zubereitung und Verwendung von Hokkaido-Kürbissen in der Küche gibt es viele Möglichkeiten, um ihre Vielseitigkeit und ernährungsphysiologischen Vorteile zu genießen.