Ein Reinfall, der sich als Glücksfall erwies
Eigentlich wollte ich Tomatenketchup machen. Ohne Zucker, ohne Sucralose oder andere Süßungsmittel. Statt Zucker verwende ich oft Erythrit, ein Zuckeralkohol, der keine Kalorien enthält und den unser Körper durch diverses Obst und Fermentiertem kennt. Gerade in Süßspeisen oder im gekochten Zustand ist kaum ein Unterschied zum Zucker festzustellen.
Im Internet und auf der Ketchup-Flasche im Kühlschrank waren ähnliche Zutaten aufgelistet. Natürlich Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Zucker, Weißweinessig, Salz und Pfeffer. Da gerade Tomatenzeit ist und in den Gärten die Tomaten reifen, aber auch die Supermärkte sich mit den Angeboten unterbieten, sind die Zutaten schnell und günstig zu beschaffen.
Damit ich die Soße auf Vorrat einkochen kann, musste ich die Zwiebeln und den Knoblauch richtig gut andünsten. Bis dahin verlief noch alles glatt. Tomaten hinzugegeben und köcheln lassen, sehr lange köcheln lassen. Irgendwie bekam ich die Flüssigkeit nicht reduziert, also griff ich zum Pürierstab. Vielleicht klappt die Reduktion besser, wenn alles vorher püriert wird? Na ja, das war ein Reinfall, da nun bei höherer Stufe die ganze Soße durch die Küche spritzte. Und mit weniger Hitze habe ich nach zwei Stunden die Reduktion beendet und festgestellt, dass sich kaum etwas getan hat. Da ich selten das Handtuch werfe, habe ich trotzdem alle anderen Zutaten bis auf den Erythrit untergerührt. Den habe ich nach und nach hinzugegeben und immer wieder probiert, bis die Süße herauskam und mit der Säure harmonierte. Ich war begeistert und habe direkt einen Gemüseauflauf mit einem Glas gekocht. Das war so lecker, dass ich eine Woche später gleich die 4-fache Menge gekocht und in Flaschen eingekocht habe.
Und mit Käse, Speck und gedünsteten Zwiebeln ist die Soße wirklich genial.
Da nicht jeder Erythrit verträgt, schreibe ich das Rezept mit beiden Süßungsmethoden auf, dann kannst Du selbst entscheiden.
Informationen
Vorbereitungszeit
10 Minuten
Kochzeit
40 Minuten
Gesamtzeit
50 Minuten
Portionen
16
Kalorien
94 p. Portion
Küche
Deutsch
Rezept
Zutaten
Die Liste mit Zutaten für dieses Rezept.
- 625 g Strauchtomaten
- 1 Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehen
- 4 TL Rapsöl
- 18 ml Weißweinessig
- 37 g Erythrit oder 25 g Zucker
- 1 TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
Geräte
Eine Liste mit benötigten Küchengeräten.
- Kochfeld
- Topf
- Küchenwaage
- Schneidbrett
- scharfes Messer
- Pfannenwender
- Pürierstab
Schritt für Schritt Anleitung
- Als Erstes wäschst Du die Tomaten, viertelst sie und entfernst den Strunk.
- Nun schälst Du Zwiebeln und Knoblauch und würfelst beides.
- Erhitze im Topf das Öl auf mittlerer Stufe.
- Füge die Zwiebelwürfel in den Topf hinzu und dünste diese gut an.
- Sobald die Zwiebeln glasig sind, gib den Knoblauch dazu und röste ihn mit an.
Tipp: Gib den Knoblauch erst später hinzu, da Knoblauch bei zu langem Rösten Bitterstoffe entwickelt. - Gib die Tomatenviertel in den Topf und lass das Ganze bei etwas höherer Temperatur köcheln, damit sich die Flüssigkeit der Tomaten reduzieren kann.
- Nach etwa 30 Minuten gießt Du den Essig hinein und würzt das ganze mit Salz, Pfeffer und Erythrit bzw. Zucker.
Tipp: Je nach Deinem Geschmacksempfinden rate ich Dir, Erythrit oder Zucker immer nur in kleineren Mengen und nicht direkt alles auf einmal hineinzugeben. Vielleicht magst Du es nicht so süß oder sogar noch süßer. - Sobald Du Deine richtige Süßkraft erhalten hast, ist die Soße auch schon fast fertig.
- Damit die Haut und Stücke nicht stören, püriere die Soße. Und schon kannst Du sie für vieles verwenden.
Tipp
Die Soße ist bei 100° C und 120 Minuten im Topf oder EKA Einkochbar.
Achtung
Willst Du die Soße einkochen, musst Du diese nach dem Pürieren aufkochen.
Da geht noch was...
Ich habe bereits einige Zutaten mit der Soße getestet. Speck und Zwiebeln gedünstet schmecken richtig gut dazu, natürlich in Kombination mit Nudeln. Aber auch Feta, geschmolzen in der Soße, schmeckt richtig lecker. Als Auflauf Soße passt sie gut mit überbackenem Käse. Und für Tomatensuppe ist sie genauso einsetzbar.
Nährwertangaben
| Gesamtmenge | Menge je Portion | |
|---|---|---|
| kcal | 376,1 | 94,0 |
| Fett | 19,0 | 4,8 |
| Kohlenhydrate | 32,0 | 8,0 |
| Eiweiß | 12,3 | 3,1 |
Strauchtomaten
Strauchtomaten sind eine der vielen Sorten, die im Laufe der Zeit gezüchtet wurden. Sie sind besonders beliebt wegen ihrer Robustheit und des geringen Platzbedarfs. Diese Sorte hat sich insbesondere für den Anbau in städtischen Gärten und in Gebieten mit begrenztem Platzangebot bewährt. Strauchtomaten sind eine ausgezeichnete Quelle für Vitamine und Mineralstoffe. Sie enthalten hohe Mengen an Vitamin C, Vitamin K, Kalium und Folsäure. Diese Nährstoffe sind wichtig für das Immunsystem, die Knochengesundheit und die Zellfunktion.

Die Tomate stammt ursprünglich aus den Andenregionen in Südamerika, insbesondere aus den Gebieten, die heute zu Peru, Bolivien, Chile und Ecuador gehören. Dort wurden sie von den indigenen Völkern schon lange vor der Ankunft der Europäer kultiviert. Spanische Eroberer brachten die Tomaten im 16. Jahrhundert nach Europa. Zunächst wurden sie in Spanien und Italien populär, bevor sie sich über den gesamten europäischen Kontinent ausbreiteten.
