Wie habe ich als Kind die kleinen Yes! Törtchen geliebt!

Wenn es eine Süßigkeit neben After Eight sein durfte, dann noch diese. Diese kleinen Törtchen verkörpern einfach alles. Lockere Böden, dazwischen eine Creme in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und dann die dünne Schokoladen Glasur - perfekt abgestimmt und als Nachspeise oder als Törtchen zum Nachmittag genau richtig.

Laktosefreie Variante

Bedingt durch meine Laktoseintoleranz habe ich nach der Feststellung natürlich verzichten müssen. Und irgendwann stellte ich fest, dass sie gar nicht mehr vertrieben wurden. Nestlé hatte die Produktion im Jahr 2000 eingestellt. Sieben Jahre später kamen die Yes! Törtchen wieder auf den Markt zurück, wovon ich erstmal nichts mitbekam. Vor zwei Jahren erblickte ich dann die Sorten Caramel und Cacao in den Supermarktregalen und die Idee, selbst welche in einer laktosefreien Variante herzustellen, war geboren. Somit wagte ich den ersten Versuch.

Der Biskuit

Biskuit war schon da mein favorisierter Teig. Er ist locker und leicht und hält sich mit dem Geschmack im Hintergrund. Die Creme wird bei den gekauften Törtchen aus diversen Zusatzstoffen gemischt, die ungekühlt extrem lange haltbar sind. Daher sind frische Milchprodukte, mit denen wir zu Hause backen können, nur ein paar Tage im Kühlschrank haltbar. Dessen war ich mir bewusst, machte mir aber keine Sorgen, dass ich zu viele Törtchen machen könnte. Solange sie schmecken, finde ich unter den Kollegen genügend Abnehmer.

Die Creme

Für die Creme entschied ich mich für geschlagene Sahne, unter der ich meine Dulce de Leche gehoben habe. Das war genau die Konsistenz, die ich brauchte. Die Sahne gab die Standhaftigkeit, während sie geschmacklich neutral war. Die Dulce de Leche stach geschmacklich heraus und ließ sich durch die Sahne verstreichen, ohne zu verlaufen. Nach dem Auskühlen waren die Törtchen schnittfest und ich konnte sie ohne Probleme zerteilen und mit flüssiger Schokolade übergießen.

Probieren geht über Studieren

Bei meinen Arbeitskollegen kamen sie sehr gut an. Nur, wie so oft, schrieb ich mir das Rezept nicht auf und verfolgte so viele andere Projekte, sodass ich sie erst jetzt wieder erprobt hatte. Zum Glück habe ich ein gutes Gedächtnis und konnte mich an alle Zutaten erinnern. Die Menge wieder herauszubekommen war auch nicht schwierig. Abschmecken hilft bei allen, was ich koche oder backe. Das ist auch ein guter Tipp, den ich Dir gebe. Probiere zwischendurch alle Cremes, Soßen usw.

Ohne böse Überraschungen

Kratze mit Teigresten die Schüsseln von Cremes aus und probiere beides zusammen. Mit der Methode findest Du schnell heraus, ob die verschiedenen Texturen und Aromen miteinander harmonieren. So gibt es keine bösen Überraschungen, wenn man erst den fertigen Kuchen probiert. Noch habe ich zum Glück Zucker nicht mit Salz verwechselt, bei meiner Schusseligkeit könnte es aber jederzeit vorkommen. Ist Dir so ein Malheur schon mal passiert? Ich würde mich freuen, wenn Du mir von Deinen Back-Erlebnissen erzählst. Ich werde auch nicht lachen, versprochen.

Informationen

Vorbereitungszeit

20 Minuten

Kochzeit

30 Minuten

Gesamtzeit

840 Minuten

Portionen

30

Kalorien

262 p. Portion

Küche

Deutsch

Rezept

Zutaten

Die Liste mit Zutaten für dieses Rezept.

  • 2 Eier, Größe M
  • 80 ml Caramel Sirup
  • 270 g Zucker
  • 160 g Weizenmehl, Typ 405
  • 160 g Speisestärke
  • 100 g Dulce de Leche (selbstgemacht und laktosefrei oder gekauft), zimmerwarm
  • 400 ml Sahne
  • 2 gehäufte TL San Apart
  • 600 g Blockschokolade
  • 40 g Kokosfett
  • 2TL Dulce De leche
  • 1-2 EL 1,5 % Milch, laktosefrei

Geräte

Eine Liste mit benötigten Küchengeräten.

  • Backofen
  • Küchenwaage
  • Eitrenner
  • Küchenmaschine oder Handrührgerät
  • Schneebesenaufsatz
  • 2 Rührschüssel 
  • Schüssel 
  • Teigschaber oder Esslöffel
  • Backblech
  • Backpapier
  • Eckige Springform 
  • Tortenschneider
  • Winkelpalette
  • scharfes Messer
  • Lineal
  • Topf
  • kleines Sieb
  • Soßenkelle
  • Gabel
  • (stumpfes) Messer
  • Papierförmchen 10x3x4 cm (L/B/H)

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Heize im ersten Schritt den Backofen auf 190° C Ober-Unterhitze vor.
  2. Trenne die Eier, gib die Eigelbe und das Eiweiß in getrennte Rührschüsseln und füge zum Eiweiß 40 ml Karamell Sirup hinzu. 
  3. Mische Mehl und Speisestärke in einer Schüssel zusammen.
  4. Schlage das Eiweiß nun mindestens 5 Minuten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät und dem Schneebesen Aufsatz auf.
    Tipp: Wenn Du beides hast, kannst Du während des Eiweißaufschlagens die Eigelbe schaumig rühren.
  5. Lass nun 170 g Zucker in den Eischnee rieseln und schlage diesen für mindestens 5 Minuten, gerne 10 Minuten, auf.
  6. Schlage die Eigelbe mit 100 g Zucker zu einer sämigen Creme auf.
  7. Hebe jetzt mit dem Teigschaber erst die Eigelbcreme unter den Eischnee und dann die Mehlmischung.
  8. Lege den Boden der Springform mit Backpapier aus und fülle den Biskuit in die Form.
  9. Schlage die Form mehrfach auf die Arbeitsplatte, damit Du größere Luftblasen aus dem Teig bekommst. Diese würden sonst Löcher beim Backen verursachen.
  10. Backe den Biskuit auf der mittleren Schiene des Backofens für etwa 25-30 Minuten.
    Tipp: Überprüfe mit einem Schaschlikspieß, ob der Boden vor Ende der Backzeit durchgebacken ist.
    Biskuit selber backen
  11. Hole den Biskuit aus dem Ofen und lass ihn sehr gut abkühlen, bevor du ihn mit Hilfe eines stumpfen Messers am Rand des Backrahmens löst und aus der Form holst.
  12. Nach dem Auskühlen schlägst Du in der gesäuberten Rührschüssel die Sahne mit San Apart auf.
  13. Hebe die zimmerwarme Dulce de Leche vorsichtig unter die Sahne.
  14. Trenne erst die obere Schicht des Biskuits mit dem Tortenschneider ab und teile den übrigen Biskuit waagerecht in zwei gleichmäßig hohe Böden.
    Biskuit aufschneiden
  15. Beträufele den unteren Boden mit dem restlichen Sirup und verstreiche die Karamell-Sahne auf diesem.
    Biskuit für Yes Törtchen
  16. Setze den oberen Deckel auf und stelle den Biskuit für zwei Stunden, am besten über Nacht in den Kühlschrank.
  17. Schneide den Biskuit in die Größe Deiner Papierförmchen. Bei meiner Größe habe ich die Törtchen in 2,7 × 8 cm große Stücke geschnitten.
    Biskuit für Yes Törtchen schneiden
  18. Nun kommt der aufwändigste Teil. Schmelze in einem Wasserbad oder einem speziellen Temperiergerät die Schokolade und Kokosfett.
  19. Lege darüber ein kleines Sieb, sodass Du die Schokolade mit einer Kelle aus dem Topf holen kannst, während das Sieb über dem Topf hängen kann.
    Achtung: Auch wenn es aufwändig klingt, fängt das Sieb beim Übergießen die von den Törtchen herunterfallenden Krümel auf, die so nicht in der Schokolade landen und dann die anderen Törtchen mit krisseliger Schokolade überziehen.
  20. Setze anschließend jedes einzelne Törtchen auf eine Gabel und halte dieses über das Sieb. Übergieße das Törtchen mit der Schokolade, bis das Törtchen überall überzogen ist.
  21. Fahre mit einem stumpfen Messer über den Deckel, den Seiten und am Boden, um überschüssige Schokolade abzuziehen.
    Tipp: Yes!Törtchen haben eine ganz feine Schokoladenhülle, daher ist das Abziehen sehr wichtig. Außerdem sparst Du Dir etwas Schokolade.
  22. Setze das Törtchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech ab. 
  23. Rühre die 2 TL Dulce de Leche mit der Milch glatt, dann kannst Du sie tropfenweise auf das Törtchen geben und mit der Schokolade und einer Kuchengabel verquirlen.
  24. Verfahre nun mit allen Törtchen so, bis das letzte überzogen wurde.
  25. Lass die Törtchen bei Zimmertemperatur stehen, bis die Schokolade getrocknet ist. Danach stellst Du die Törtchen bis zum Verzehr kühl. Bis zu drei Tage kannst Du sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren.
    Achtung: Schokolade mag keine großen Temperaturunterschiede. Dadurch wird sie grau, stumpf und bekommt Schlieren.
  26. Zum Servieren legst Du jedes Törtchen in ein Papierförmchen.
 

Info

Original Yes! Törtchen enthalten Alkohol. Meine kommen ohne aus.

Tipp

Wenn Dir die Farbe der Creme nicht intensiv genug ist, kannst Du etwas orangefarbene Lebensmittelfarbe zugeben.

Da geht noch was...

Um Cacao Törtchen herzustellen, musst Du dem Biskuit nur Backkakao zufügen. Ersetze dafür 20 g Speisestärke und 20 g Mehl durch 40 g Backkakao. Und für die dunkle Schokoladencreme hebst Du unter die Sahne Nuss-Nougat-Creme oder geschmolzene, abgekühlte Schokolade. So kannst Du jetzt alle Cremes herstellen, die Dir sonst noch vorschweben. Mandelmus für eine Mandelcreme, fertige Kokoscreme oder Kokosmilch mit Schlagsahne aufschlagen und unter die Sahne heben. Die Böden kannst Du entsprechend tränken, da es bei Monin sehr viele Sirup-Sorten gibt, darunter Kokosnuss, Haselnuss, Nougat, weiße Schokolade etc.

Nährwertangaben

Info: Denke daran, dass wenn Du Zutaten änderst, ändern sich auch die Nährwerte.
 GesamtmengeMenge je Portion
kcal 7847,0 261,6
Fett 366,0 12,2
Kohlenhydrate 1020,9 34,0
Eiweiß 88,7 3,0

Blockschokolade

Blockschokolade zeichnet sich durch einen hohen Kakaobuttergehalt aus, der ihr eine besonders glatte und geschmeidige Textur verleiht, ideal zum Schmelzen und Überziehen von Gebäck und Pralinen.

Es gibt verschiedene Sorten von Blockschokolade, darunter dunkle, Vollmilch- und weiße Schokolade. Dunkle Blockschokolade enthält in der Regel einen hohen Kakaoanteil (oft 50-70% oder mehr) und weniger Zucker, was ihr einen intensiven und leicht bitteren Geschmack verleiht. Vollmilch-Blockschokolade hat einen geringeren Kakaoanteil und mehr Milchbestandteile, was sie süßer und cremiger macht. Weiße Blockschokolade enthält keine Kakaomasse, sondern besteht hauptsächlich aus Kakaobutter, Zucker und Milchpulver, was ihr eine sehr süße und milde Geschmacksnote gibt.

Ein Bild von Hokkaido-Kürbisse

Ein großer Vorteil von Blockschokolade ist ihre Vielseitigkeit. Sie kann gerieben, gehackt oder in Stücke gebrochen und dann geschmolzen werden, um in verschiedenen Rezepten verwendet zu werden. Häufige Anwendungen sind die Herstellung von Glasuren, Füllungen, Mousse und Trüffeln. Aufgrund ihres hohen Fettgehalts und der stabilen Kristallstruktur ist Blockschokolade auch ideal zum Temperieren, einem Prozess, bei dem die Schokolade auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und dann abgekühlt wird, um eine glänzende Oberfläche und eine knackige Textur zu erzielen.